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23.01.2012
"Logistics talk" in Berlin

TFG Transfracht und bremenports organisierten am 18.01.2012 gemeinsame Informationsveranstaltung der bremischen Häfen

"Logistics talk" - das ist der Name einer Veranstaltungsreihe, mit der die bremische Hafenwirtschaft ihre Kunden und Partner unter dem label "Via Bremen" im In- und Ausland über aktuelle Entwicklungen und Trends informiert. Am Mittwochabend, 18.01.2012, ging es in Berlin vor allem um Fragen und Herausforderungen im Bereich der Hinterlandanbindung. Dort freut sich bremenports-Geschäftsführer Robert Howe übetr etwa 120 Gäste und die gute Resonanz auf die Veranstaltung: "Wir haben unseren Kundenabend zum ersten Mal zusammen mit der TFG Transfracht organisiert - eine sinnvolle Kooperation, die wir ausbauen wollen."

Hauptredner war der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete Uwe Beckmeyer. Der maritime Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion sprach sich angesichts weiter steigender Transport- und Transitmengen für erhebliche Investitionen in die europäische Verkehrsinfrastruktur aus. Er warnte gleichzeitig davor, dass einzelne EU-Länder im Zeichen der Schuldenkrise nicht in der Lage sein könnten, die auf sie entfallenden Investitionen darzustellen.

Gerhard Oswald, Geschäftsführer der TFG Transfracht, betonte die volkswirtschaftliche Bedeutung funktionierender Hinterlandverkehre für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen. Verbunden mit dem Ziel, in 2012 die benötigte Kapazität und Leistungsstabilität sicherzustellen, hat TFG Transfracht den Anteil der terminalreinen Shuttleverkehre reduziert und den Anteil der über den Schienenhub Maschen sowie über den neuen AlbatrosExpress Terminal-Hub Nürnberg geplanten Züge erhöht. "Nur auf diese Weise," so Oswald, "lassen sich die Erwartungen der Kunden an Qualität und Zuverlässigkeit der Verkehre auch unter Berücksichtigung der Unsicherheiten der Märkte in diesem Jahr realisieren."

In Berlin stellte sich der neue bremenports-Geschäftsführer Howe erstmals öffentlich vor. Howe skizzierte die erstklassige Entwicklung des bremischen Seegüterumschlags im Jahre 2011, der den Zwillingshäfen in zentralen Bereichen mit Zuwächsen von über 20 Prozent (Container) bzw. etwa 30 Prozent (Fahrzeuge) Marktanteilsgewinne in der Nord-Range gebracht hat.

Howe erinnerte daran, dass die leistungsfähige Infrastruktur aus Kajen, Schleusen und anderen Hafenanlagen großen Anteil an den jüngsten Erfolgen der bremischen Häfen habe. Jahrhundertprojekte wie Container-Terminal 4 und die Kaiserschleuse seien auf klassische Weise vom Steuerzahler finanziert worden. In Zeiten leerer Haushaltskassen müssten die Hafenplaner umdenken. Deshalb werde der neue Bremerhavener Offshore-Terminal von privaten Investoren finanziert: "Das wird ein Meilenstein für die Planung und Umsetzung anspruchsvoller Hafenbauprojekte in der Bundesrepublik."